Fernsehbeiträge Frankenschau - Fernsehgarten: Werkzeug - 05.04.2004

Für die Hobbygärtner fängt im Frühjahr eine arbeitsintensive Zeit im Garten an.

Autorin: Dagmar Fuchs © BR 2004

Frühling bedeutet für die meisten: Sonne, die ersten bunten Blüten und Wärme genießen.

Bäume und Rosen werden geschnitten, der Rasen aufgepeppt und die Beete umgegraben. Und dazu gehört nun mal das richtige Werkzeug. In solchen Fällen führt kein Weg an einem ausgedehnten Frühjahrseinkauf vorbei. Doch, was kaufen? Die Gartenprofis Arthur Speyerer und Ursula Seyschab, Juniorchefin einer Rosengärtnerei in Roßtal, legen Wert auf Qualitätswerkzeug. Beispiel Gartenschere: Arthur Speyerer hat die meisten selbst getestet. Zwischen 2 Euro und 50 Euro kosten sie. Mehr Geld auszugeben lohne sich, meint er. Der Kunde muß sich entscheiden: Amboß- oder zweischneidige Schere.

Arthur Speyerer (Gärtner):
"In der Schneideleistung sind die vollkommen gleich. Die Amboßschere soll die Rinde etwas schützen. Also auf der Rückseite hat die eine breitere Auflagefläche und die Amboßscherenanhänger sagen halt, dass die Rinde weniger verletzt wird. Die zweischneidige Schere hat hier eine Gegenschneide, die ein Stückchen ins Holz eindringt und die dann auch an der Rinde eine kleine Quetschstelle hinterläßt. Ein sehr großer Unterschied ist es nicht und die Pflanze wird mit beidem fertig."

Die meisten Klingen lassen sich gut schärfen. Für Markenscheren gibt es auch Ersatzklingen ? die kosten dann häufig so viel wie eine billige Schere vom Wühltisch, um die 8 Euro.

Arthur Speyerer (Gärtner):
"Ich arbeite zum Beispiel im Moment sehr gerne mit dieser Damenschere, weil sie gut in der Hand liegt, klein ist und eine bequeme Arretierung hat. Man muß die Arretierung mit einem Finger auf und zu machen können und da gibt´s halt verschiedene, wobei Neuere sehr angenehme Arretierungen haben, hier zum Beispiel nur zum Schieben mit einer Hand oder die hier, die braucht man nur zu kippen."

Wem die Handarbeit zu anstrengend wird: Ein kleiner Luxus für den Garten, eine Akkuschere, fast 1,5 Kilo schwer.

Der Klassiker in jedem noch so kleinen Garten: Der Spaten. Auch hier gilt: Lieber ein paar Euro mehr ausgeben. Für rund 30 Euro bekommen Sie einen wirklich Guten und Stabilen. Die gebogene Form des Stiels erleichtert die Arbeit.

Jedes Werkzeug braucht auch ein Dach über dem Kopf. Ab 400 Euro gibt es fertige Gartenhäuschen aus Fichte zu kaufen. Prüfen Sie, ob Sie eine Baugenehmigung brauchen. Ein Geräteschuppen bis zu 20 Quadratmetern ist genehmigungsfrei und darf auf die Grenze zum Nachbarn gebaut werden ? es sei denn der Bebauungsplan hat etwas dagegen. Etwas teurer, dafür maßgeschneidert: Das Gartenhaus vom Profi. Zwischen 3 und 5000 Euro kostet ein 15 Quadratmeter großes Häuschen mit Betonboden und Grasdach. Zimmermeister Hans Gehring aus Roßtal bevorzugt Lärche.

Hans Gehring (Zimmermeister):
"Wir verwenden überwiegend im Freien Lärchenholz. Diese Holz hat die Eigenschaft, dass es sehr resistent ist gegen Feuchtigkeit und ist vom Aussehen her ein sehr lebhaftes Holz."

Noch ein Tipp: Die bayerische Bauordnung wird momentan überarbeitet, dadurch soll vieles einfacher werden. Dann könnte man Gartenhäuser größer bauen und Garagen müssten nicht mehr auf der Grenze stehen - alles genehmigungsfrei. Bis zu einem endgültigen Beschluß Ende des Jahres heißt es: Abwarten.

Das war's wieder für heute - Viele Grüße von Ihrer Grünclusiv-Redaktion!