Fernsehbeiträge Frankenschau - Fernsehgarten: Saatgut, Säen und Stauden teilen - 21.03.2004

Und so starten auch wir in das neue Gartenjahr!

Autorin: Nannette Stegner © BR 2004

Eine sonnige Woche voller Frühlingsgefühle liegt hinter uns und hat richtig gute Laune auf die kommende Gartensaison verbreitet. Primeln und Stiefmütterchen erobern Blumentöpfe und Balkonkästen, bunte Krokusse winken als Fühlingsboten.Wer seine Setzlinge selbst vorzieht, kann jetzt schon im Treibhaus, im Frühbeet oder auf der Fensterbank beginnen.

Über 20 verschieden Radieschensorten, da fällt die Beratung von Gärtner Karl Hanne auf fruchtbaren Boden. Der Samenfachhändler in Fürth-Bislohe zählt zu den größten Anbietern und Versandfirmen in Deutschland.

Die neuesten Trends fürs Gemüsebeet versprechen erstaunliche Ergebnisse: Salat, der immer wieder nachwächst, Minisalatgurken endlich portionsgerecht und Bohnen für eine besonders frühe Ernte.

Und es gibt Gemüse mit Heilkraft: Die Kerne des Ölkürbisses sollen gegen Prostataleiden helfen. Im Fachhandel kommen die Samen direkt vom Züchter, das schützt vor schlechter Qualität, die nicht keimt, und garantiert Sortenreinheit.

Doch der beste Samen bringt nichts ohne gute Erde. Wer etwas Unkraut nicht scheut, kann in Komposterde ansäen, andernfalls eignet sich spezielle Anzuchterde aus dem Handel. Vor dem Ausbringen des Samens glattstreichen, aber nur vorsichtig andrücken, um so leichter haben es später die Keimlinge. Bei guter Qualität gilt ein Keimschutzbeutel in der Verpackung inzwischen als selbstverständlich, so bleibt die Ware trocken und im Dunklen. Um jetzt schon Salat und Gemüse vorzuziehen, brauchen Sie ein Treibhaus oder ein geschlossenes Frühbeet. Für die Aussaat im Freien empfiehlt es sich, bis Ende April abzuwarten. Je größer die Samenkörner sind, um so mehr Erde sieben Sie darüber.

Beim Wässern behutsam sein, mit der Gießkanne beginnen Sie am besten neben der Aussaat und enden auch wieder daneben, sonst könnte der Wasserschwall die ganze Arbeit davonschwemmen.

Die selbstgezogenen Kräuter sollten nicht allzu weit von der Küche entfernt stehen. Einige Tontöpfe auf dem Fensterbrett sind immer greifbar und sehen dekorativ aus. In wenigen Wochen können die Zöglinge dann ins Freie. Für das Umsetzen sollten Sie wolkenverhangene Tage wählen oder die Saatkisten zunächst in den Hausschatten stellen, so kann sich der nachwuchs langsam an die Sonnenstrahlung gewöhnen.

Mit den letzten Nachtfrösten geht die Winterzierde von hohen Gräsern und abgeblühten Stauden zu Ende. Jetzt werden sie zurückgeschnitten. Die trockenen Stängel ca. eine Handbreit über dem Boden kappen. Verdorrte Stauden eignen sich zerkleinert hervorragend für den Kompostaufen, sie verrotten schnell und liefern wieder nährstoffreiche Erde. Nach dem Entfernen der alten Blütenstände bekommen die jungen Triebe genug Licht und Platz, um bald wider üppig zu wachsen.

Ältere Stauden können jetzt geteilt und dadurch verjüngt werden. Heben Sie den ganzen Wurzelballen mit etwas Erde außenherum aus dem Boden und trennen Sei ihn in Einzelteile von etwa 15 cm Durchmesser. Achten Sie darauf, daß jeder der neuen Wurzelballen bereits unterirdische Triebe hat. Durch die Teilung vermehren Sie nicht nur Ihren Pflanzen, alle drei bis vier Jahre brauchen Stauden diese Verjüngungskur, um wieder mit neuer Kraft blühen zu können.

Das war's wieder für heute - Viele Grüße von Ihrer Grünclusiv-Redaktion!

Und vergessen Sie nicht: Am nächsten Sonntag um 15.30 Uhr im Bayerischen Fernsehen: eine halbe Stunde voller Bilder und Tipps aus dem Fernsehgärdle - seien Sie dabei!